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Schleppmontage

Das Schleppen auf Forellen ist seit es P&T Teiche gibt eine der erfolgreichsten Methoden.

Da Forellen aktive Räuber sind und man beim Schleppen eine größere Wasserfläche beangelt als bei der passiven Posenangelei, ist dies meine erste Wahl am Teich. Forellen verlassen sich bei der Jagd in trübem Wasser, wie man es an Teichen oft vorfindet, hauptsächlich auf ihr Seitenlinienorgan. Auch ihr Sehvermögen und ihr Geruchssinn spielt eine große Rolle.

Deshalb kommt beim Schleppen auf Forelle oft die bekannte Knete an den Haken. Sie riecht, rotiert und ist oft neonfarben. Dadurch werden alle Sinne der Forelle gereizt, was sie in den meisten Fällen zum Anbeissen verleitet.


Weitere Köder findet ihr hier.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Forellen zu schleppen:

Mit der Pose, mit dem Sbirulino oder mit dem Schleppblei.

Schleppen mit Pose

Das Angeln mit der Pose ist die am weitesten verbreitete Technik. Hier benutzt man eine Feststellpose von 2g bis 4g, was in der Regel bei durschnittlich großen Forellenteichen ausreichend ist.Ich benutze meist ein Schrotblei und ein Laufblei um die Pose zu bebleien.

Ein Dreifachwirbel ist beim Schleppen Pflicht! um Schnurdrall vorzubeugen und ein Reibungsfreies Rotieren des Köders zu gewährleisten.

Des weiteren benutze ich Vorfächer von 0,16 - 0,18 mm in der Länge 70cm aufwärts. Da ich meine Vorfächer meist selbst binde benutze ich keine Teigspiralen. Ein Haken der Größe 6 bis 10 ist für Forellen ausreichen. Man kann genügend Teig dran kneten und er sitzt in der Regel gut im Fischmaul.

Schlepposen


Zur Technik selbst:

Nach dem Auswerfen warte ich ein paar Sekunden, bis der Köder abgesunken ist. Oft bekommt man in dieser Phase schon Bisse. Beim Einkurbeln halte ich die Rute ca 45° nach Oben und 90° zur Einholrichtung um auch die kleinsten Zupfer zu spüren. Gelegentlich sollte man Stops einlegen, denn durch das Rotieren des Köders verdrallt das Vorfach ein wenig, wodurch der Köder beim Absinken rotiert. Wieder eine heiße Phase!

Verspüre ich einen Biss, schwenke ich meine Rute in Richtung der Pose und gebe durch Öffnen des Schnurfangbügels Schnur frei. Taucht die Pose ab, bringe ich die Schnur auf Spannung und setze den Anhieb.

Dieser Moment ist einer der tollsten und spannensten Momente beim Forellenangeln. Denn hier zeigt sich ob die Forelle auch gehakt ist.

Oft ist es mir schon passiert, dass mir die Montage entgegen geflogen kam, weil ich zu langsam oder zu schnell mit dem Anhieb war, oder die Forelle den Köder nicht richtig genommen hatte.

Schleppen mit Sbirulino

Mit Sbirulinos lassen sich verschiedene Wassertiefen befischen, was ihn interessant an großen Seen macht, oder wenn das Schleppen mit Pose nichts bringt.

Sbirulinos gibt es in verschiedenen Klassen: Schwimmend, langsam sinkend und schnell sinkend.

Je nach Situation und Jahreszeit kommen diese verschiedenen Sbirulinos zum Einsatz.

Des weiteren unterscheiden sich Sbirulinos noch in der Form, es gibt schlankere und voluminösere Formen. Die voluminöseren Sbirulinos eignen sich im Winter hervorragend für eine langsame Köderführung- Die schlankeren dagegen für eine weniger Druckerzeugende schnelle Schlepperei.

Oft reichen Sbirulinos bis 8g aus um hierzulande die Teiche zu beangeln. Auf den Sbirulinos befinden sich meist 2 Angaben, einmal das Gewicht des Sbirulinos und zum zweiten sein Verhalten im Wasser.

10g-1,5 bedeutet, dass der Sbirulino 10 g wiegt und sinkt wie ein 1,5g schweres Blei.

Sbirulino


Wichtig hierbei ist ein langes Vorfach. 150cm sind nicht unüblich. Da der Sbirulino für verwirbelungen Sorgt, läuft der Köder mit kürzerem Vorfach nicht gleichmäßig.

Wie schon beim Schleppen mit Pose erklärt, öffne ich den Bügel nach dem Anbiss. Ein zu kurzes Vorfach führt dazu, dass die Forelle den Köder wohmöglich wieder loslässt, weil sie das Gewicht des Sbirulinos spürt.

Nach dem Vorfach, dass ich mit dem Selben Haken versehe wie bei meinen anderen Montagen auch, kommt wieder ein Dreifachwirbel, eine Gummiperle und der Sbirulino. Die Gummiperle soll verhintern, dass der Sbirulino den Knoten am Wirbel beschädigt.

Die Technik

gestaltet sich genauso wie beim Schleppen mit der Pose. Jedoch halte ich die angel eher parallel zur Wasseroberfläche, wie beim Spinnangeln.

Schleppen mit Blei

Beim Schleppen am Grund benutze ich sogenannte Grundbleie, oder auch Bodentaster, wobei ich hier nicht so aktiv fische wie mit Pose oder Sbirulino.

Haken mit auftreibendem Köder, 60 cm Vorfach, Dreifachwirbel und Blei oder Bodentaster. Ist der Grund eher schlammig, nehme ich den Bodentaster, weil er nicht im Schlamm versinkt.

Montage auswerfen und alle paar Minuten den Köder ein paar Meter herankurbeln. im Winter oder Frühjahr in Ufernähe oft sehr fängig!
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