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Die richtige Teichpflege für den Forellenteich

Bei der Teichpflege eines Forellenteichs versucht man vor allem das Zuwuchern der Oberfläche zu verhindern. Es muss aber unbedingt der fruchtbare Schlamm erhalten bleiben und die Fische sollten einen passenden Lebensraum bekommen. Die seltenen Tiere sowie Pflanzen benötigen immerhin ihre Rückzugsräume. Man weiß, dass in dem Teich stets viel mehr Tiere leben als auf irgendwelchem Acker. Meistens legt der Besitzer seinen Teich im Herbst trocken und mäht das Schilf. Den Teichboden trägt er so weit wie möglich ab. Dabei benutzt man eine Schaufel oder einen Bagger, dann muss der Teich gekalkt werden. Die Forellenteiche sind oft tiefer als die anderen, außerdem relativ klar und kühl (die Temperatur liegt unter 22°C). Sie haben einen Sand- oder Kies. Es leben hier nicht nur Forellen, sondern auch Elritzen, Zander, Saiblinge.



Die richtige Teichpflege

Für das Teichwasser ist der pH-Wert sehr wichtig. Um diesen zu messen können, sollte sich jeder Besitzer eines Teiches handelsübliche Indikatoren anschaffen. Man findet sie zum Beispiel in der Apotheke, Drogerie oder im Zoohandel. Wenn der ph-Wert von Null bis 6,9 anzeigt, ist das Wasser sauer. Neutral ist es bei pH 7 und alkalisch (auch basisch genannt) von 7,1 bis 14. Im Teich werden meistens auch Fische gezüchtet, deswegen ist das alkalische Wasser anzustreben, das vertragen sie besser. Durch das Kalken lässt sich das Wasser alkalisch machen.

Das Wasser für den Forellenteich wird oft von einem Bach abgezapft; es gibt ja Verdunstungsverluste, die ausgeglichen werden müssen. Der Mindestzufluss beträgt 1 l/s je ha. Oft werden dazu auch Pumpen eingesetzt, die ähnlich wie die Indikatoren für den pH-Wert im Zoohandeln, Baumarkt oder auch im Internet gekauft werden können. Insbesondere das Teichzubehör für den eigenen Teich kann man günstig im Internet kaufen, wie bei der verlinkten Seite schön sehen kann. Abgesehen davon erhalten die Quellteiche ihren Zufluss auch aus natürlichen Quellen. Der Teichbesitzer sollte beachten, dass das Quellwasser keinen Sauerstoff enthält, also muss es erst an der Oberfläche laufen, bevor es dann in den Teich fließt.

Man sollte auch überlegen, welche Pflanzen für den Teich geeignet sind. Besonders verbreitet bei den Überwasserpflanzen ist das Schilf, es bindet Nährstoffe und befestigt den Uferstreifen. Das Schilf trägt zur Verlandung bei, der Schlamm wird steril, er verrottet nicht so gut. Das Mähen unter Wasser bevorzugt man im Mai-Juli. Eine chemische Bekämpfung sollte nicht unternommen werden.



Der Forellenteich sieht sehr schön mit Schwimmblattpflanzen aus, das können zum Beispiel Seerosen sein, aber sie beschatten auch das Wasser. Ist ihre Zahl jedoch nicht besonders groß, dann schadet es nicht. Die Schwimmpflanze "Entengrütze" ist übrigens nicht erwünscht, weil sie die komplette Wasseroberfläche abriegelt und im Teich nichts mehr überleben kann. Man schätzt sehr die Unterwasserpflanzen, welche den entstandenen Sauerstoff an das Wasser abgeben. Wasserpest und Hornblatt füllen den ganzen Wasserraum aus.

Ein Teichboden ähnelt einem landwirtschaftlich genutztem: Ein schwerer Boden ist fruchtbar, der leichte aber nicht. Auf leichten Böden erfolgt schnell die Mineralisierung, auf dem Sandboden bringt man keinen Kalk ein. Ist der Boden schwer, benötigt man eine Menge Kalk pro ha, um die pflanzlichen Stoffe, Äste, Blätter zu mineralisieren. Die Fachleute schätzen stets die fruchtbare "Teichkrume”, welche sich in der oberen Schicht befindet, und darunter ist der Boden einfach tot.

Es darf kein Faulschlamm entstehen. Man erkennt ihn sofort an dem spezifischen Geruch und an der pechschwarzen Farbe. Ist er da, so riecht es besonders stark nach faulen Eiern. Die Fische aus diesen Teichen werden intensiv nach Moder schmecken. Der Besitzer des Teiches darf jedoch dagegen einiges tun; die Faulschlammschichten können zum Beispiel jährlich ausgefroren werden, also den Winter über ohne Wasser stehen bleiben. So werden alle Parasiten erfolgreich abgetötet und auch der ganze Boden ist dann viel lockerer.



Im Damm oder Teich steht der Mönch, der eine Beton- oder Holzkonstruktion darstellt. Er hilft den Wasserstand einzustellen, unterschiedliche Wasserschichten abzuziehen sowie den Teich abzulassen. Es sind 1-2 Rillen zu sehen, in welche die Staubretter gesenkt werden.

Bei Forellenteichen zieht man das Oberflächenwasser ab, bei den Karpfenteichen das Bodenwasser, welches kalt ist. In der Mitte des Mönchs finden zwei Reihen Staubretter ihren Platz und zwischen diese werden Lehm oder Sägespäne gestampft.

Der Kalk hat viele Vorteile. Er mineralisiert organische Stoffe, düngt das Teichwasser, desinfiziert, erhöht den pH - und SBV-Wert. Branntkalk (CaO) ist für die Mineralisierung am besten geeignet. Den Kalk (aus Kalziumcarbonat (CaCO3)) kann jeder in 40 kg Säcken im Handel kaufen. Es geht darum, dass hier das CO2 herausgebrannt wird. Im Wasser kommt es zur Reaktion und wir bekommen Hydratkalk (CaOH). Nicht nur Branntkalk verwendet der Besitzer des Teiches, auch kohlensaurer Kalk ist zu gebrauchen, aber die doppelte Menge.

Beim Brennen wird Energie im Kalk gespeichert, diese wird wiederum beim Verbinden mit Wasser frei, und das in Form von Wärmeenergie. Somit erreicht das Wasser eine Temperatur bis zu 100°C. Die Fachleute ziehen meistens den gekörnten Kalk vor, weil er nicht durch den Wind verweht wird. Der Teichbesitzer muss zusehen, dass niemand seinen Müll in der Nähe liegen lässt. Er soll ordnungsgemäß entsorgt werden. Man darf brütende Vögel nicht stören, es ist auch verboten, nicht-heimische Lebewesen auszusetzen. Das Schilf soll in der Sommerzeit nicht gemäht werden. Im März kann man Nistkästen für die Vögel aufhängen.

Ist der Teich ohne Fische, darf es dem Besitzer egal sein, ob er im Winter zufrieren wird oder auch nicht. Es gibt keine Folgeschäden, aber bei den Teichen mit Fischbesatz sollte das Zufrieren unbedingt verhindert werden. Meistens reicht es, nur eine Stelle auszusuchen und diese vor dem kompletten Zufrieren zu schützen. Der Grund ist in der Faulgasbildung zu sehen, welche sich in der Mulchschicht abspielt, die am Teichgrund liegt.

Das offene Loch gibt die gute Möglichkeit, den Faulgasen zu entweichen. Diese steigen ja stets nach oben. So kommt es dann zu keinerlei Vergiftungen bei den Fischen. Wie das Loch im Eis freigehalten wird, hängt von der Kreativität des Teichbesitzers ab. Sehr nützlich erwies sich eine Styroporplatte, aber auch die Styroporglocken, die zur Zeit auf den Markt kommen. Diese konstruierte man speziell mit einer integrierten Heizspirale (in der Mitte).

Der Stromverbrauch ist dabei niedrig, er liegt nur bei 3 Watt, also arbeitet jeder mit minimalem Energieaufwand. Die Fachleute warnen davor, in das Eis Löcher zu hauen, wenn sich die Eisdecke schon geschlossen hat. Das hat seinen Grund. Mit jedem Schlag wird unter der Eisdecke eine sehr starke Druckwelle aufgebaut. Es bilden sich mehrere Wellen, die sehr schnell dazu führen, dass bei den Fischen, die in Winterruhe verharren, die Luftblase zerplatzt.