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Im Winter auf Aal gehen - Wie der Fang im kalten Wasser klappt

Im Winter auf Aal zu gehen ist ein schwieriges Unterfangen. Erfahrene Angler winken bei der Frage, ob der Fang im kalten Wasser tatsächlich klappen kann, oft schon im Vorfeld ab. Sie verweisen darauf, dass die Aale in der kalten Jahreszeit Winterruhe halten. Sie haben sich am Boden im Schlamm eingegraben oder unter Steinen versteckt, wo sie von ihrem Wintervorrat, den Fettreserven zehren. Sie bewegen sich kaum, verlassen nur selten ihr Versteck und gehen auch nicht auf Futterjagd. Besonders, wenn die Temperaturen stark gefallen und die Tage und Nächte daher eisig kalt sind, scheint das Unternehmen nahezu aussichtslos.

Im Winter auf Aal gehen - Voraussetzungen müssen stimmen

Damit der Fang überhaupt gelingen kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein - und selbst dann ist es noch schwierig, wenn auch nicht unmöglich. Vor allem darf es auf keinen Fall zu kalt sein. Unter Anglern gilt die Faustregel, dass die Wassertemperatur nicht unter 5 Grad Celsius betragen sollte - besonders an stehenden Gewässern klappt der Fang sonst gar nicht mehr.

In fließenden Gewässern wird der Aal übrigens schneller rege und ist eher bereit, sein Versteck zu verlassen. Wenn dann zusätzlich die Bedingungen stimmen, das Wasser zum Beispiel durch Hochwasser im Februar/März oder durch starke Regenfälle in milden, schneefreien Wintern ansteigt, kommt Bewegung in den Aal und er verlässt sein Versteck, um auf Beutefang zu gehen.

Wichtig ist natürlich auch, dass der Köder stimmt. Manche Angler bieten dem Aal besondere Leckereien an, wie zum Beispiel Lakritz. Manche probieren auch verschiedene Köder aus. Andere wiederum schwören auf Tauwürmer, weil sich mit ihnen auch andere Fische fangen lassen, wenn sich der Aal nicht blicken lässt. Am besten einfach ausprobieren und gegebenenfalls mit mehreren Ruten und unterschiedlichen Ködern arbeiten. In bestimmten Gewässern gelingt der Fang besser als in anderen. Daher sollte man sich, bevor man auf Aal geht, mit Anglern austauschen, die auf dem Gebiet bereits Erfahrung haben.

Gibt es Erfahrungswerte zum Angeln auf Aal im Winter?

Offenbar gibt es im Zusammenspiel mit guten Ausgangsbedingungen, die die Witterung und die Köder betreffen, auch einige Erfahrungswerte, die von Anglern bei der Diskussion "Im Winter auf Aal gehen - ja oder nein?” immer wieder genannt werden.

Bekannt ist, dass Aale sich im Winter in tiefste Löcher zurückziehen und kaum bereit sind, ihr Versteck zu verlassen. Es gibt aber Profis, die an bestimmten Gewässern genau diese Verstecke kennen, sich dort niederlassen und einen beachtlichen Fangerfolg erzielen können. Anfänger sollten sich also mit Kollegen zusammentun, die bereits Erfahrung haben und nicht unbedingt auf eigene Faust losziehen. Wer an einem Fluss im Winter versucht auf Aal zu gehen, hat bessere Chancen, wenn dieser durch ein Industriegebiet fließt, wo Kraftwerke und andere Fabriken unter Umständen warmes Wasser in den Fluss leiten. Wenn ein Fluss im Winter kaum oder selten vereist, steigen die Chancen, dort auch bei niedrigen Temperaturen in der kalten Jahreszeit einen Aal zu erwischen.

Im Winter auf Aal gehen, ist also an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die nur zusammengenommen die Chance erhöhen, trotz der Jahreszeit einen guten Fang zu machen. Es kommt auf die Temperatur an, das Gewässer und die Köder - und man braucht natürlich eine große Portion Glück! König Zufall spielt auch hier oft eine entscheidende Rolle. Wer aber Ausdauer und Beharrungsvermögen mitbringt, kann durchaus Erfolg haben. Ungeduldige Naturen, die auf jeden Fall einen Fang mit nach Hause bringen möchten und darauf auch nicht zu lange warten wollen, sollte man von diesem Unternehmen allerdings besser abraten.
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