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Angeln ohne Angelschein

Angeln ist für viele Menschen eines der liebsten Hobbys. Doch wie geht man vor, wenn man gerne einmal selbst sein Glück versuchen möchte, aber noch keinen Angelschein besitzt? In Deutschland steht das sogenannte Fischwildern unter hohen Strafen: Wer wild angelt, riskiert eine Geld- oder gar eine Freiheitsstrafe. Zu recht! Wer dennoch Angeln will hat nur eine Möglichkeit. Hier lautet die Lösung: einfach das Land verlassen.

Angeln im Ausland - hier lohnt es sich

In zahlreichen europäischen Nachbarländern, wie beispielsweise in Dänemark, Frankreich oder Polen kann problemlos geangelt werden - dort kauft man vor Ort einfach ein Patent und kann anschließend den Köder ins Wasser werfen.

Sehr zu empfehlen sind die Niederlande: Hier sind keinerlei Scheine erforderlich. Viele Deiche und Strände eignen sich bestens zum Angeln von Wolfsbarschen, Dorschen oder Plattfischen.
Auch das Südschweizer Kanton Tessin ist eine gute Wahl: Rotaugen, Döbel, Hechte und Barsche können hier mit einem sogenannten Fischerpatent geangelt werden.

Dieses ist gegen eine Gebühr von 50 Franken und der Vorlage des Personalausweises erhältlich und gilt eine Woche. In Deutschland sieht die Regelung für das Angeln schon um einiges strenger aus: Hierzulande ist die amtliche Fischereiprüfung die Grundvoraussetzung, um angeln zu dürfen. Diese Hürde muss genommen werden, bevor es losgehen kann. In kaum einem anderen Land auf der Welt gibt es einen so umfassenden Regelkomplex mit derart hohen Anforderungen. Noch bis vor einigen Jahren, war es problemlos möglich sich selbst auf die Fischereiprüfung vorzubereiten. Hier war lediglich eine Voranmeldung notwendig, anschließend ging man zum Examen und bestand mit etwas Glück und Können die Prüfung. Auch dies ist mittlerweile einer schärferen Variante gewichen, denn heute ist eine ganze Ausbildung erforderlich, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann.

Der Angelschein - ein Muss für das Fischen in Deutschland

Damit man überhaupt zur Prüfung zugelassen werden kann, muss vorher ein umfassender Kurs für das Fischen belegt werden. Diese Lehrgänge sind zwar zeitaufwändig, aber die einzige Möglichkeit, den begehrten Schein zu erhalten. Die Kurse werden in der Regel von den östlichen Angelvereinen angeboten, bei denen man auch alle weiteren Informationen zu diesem Thema erhält.

Da die Qualität der Kurse von Ort zu Ort variiert, empfiehlt es sich, direkt im Internet nach Erfahrungen und Informationen zu suchen. Spezielle Angelforen und Online-Communities können hier eine große Hilfe sein. Mit dem Erhalten des Fischereischeins hat man allerdings noch lange kein grünes Licht: In vielen Fällen ist auch noch eine extra Angelerlaubnis, die sich auf das jeweilige Gewässer, in dem man angeln möchte, bezieht, erforderlich.

Ausgestellt wird diese vom entsprechenden Pächter des Gewässers, meist ist dies der örtliche Angelverein oder auch ein anderer Inhaber der Angelrechte. Häufig sind derartige Scheine jedoch auch in Angelgeschäften oder bei der Gemeinde erhältlich. Es lohnt sich, direkt beim Angelverein nachzufragen, welche Anlaufstelle hier die Richtige ist. In keinem Fall sollte man jedoch ohne Erlaubnis angeln, denn dies kann - wie oben beschrieben - hohe Strafen mit sich bringen. Es gibt sogar einige Gewässer, die unter staatlicher Aufsicht stehen und in denen keine zusätzliche Erlaubnis benötigt wird. Beispiele sind hier einige Strand- und Flussabschnitte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und auch in Hamburg.